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Barrierefreie Webseiten für Kommunen

Barrierefreiheit bedeutet, Internetseiten für Menschen mit körperlichen und/oder kognitiven, motorischen und geistigen Einschränkungen zugänglich, verständlich und bedienbar zu machen. Das sollte eigentlich schon aus sozialen Aspekten selbstverständlich sein. Für öffentliche Verwaltungen ist es aber mehr:

Barrierefreie Webseiten für Kommunen sind gesetzliche Verpflichtung!

Rechtliche Grundlagen

Verpflichtet zur Umsetzung sind grundsätzlich alle öffentliche Stellen:Die Verpflichtung erstreckt sich auf:
  • Bund, Länder, Kommunen
  • Anstalten, Körperschaften, Stiftungen und Einrichtungen des öffentlichen Rechts
  • Beliehene
  • Webseiten im Inter- und Intranet
  • Dateiformate von Büroanwendungen (z.B. die oft verwendeten PDFs)
  • Apps für Mobilgeräte
Ausnahmen sind im Gesetz geregelt und betreffen insbesondere Schulen und Kitas sowie öffentlich rechtliche Rundfunkanstalten.

Technische und organisatorische Vorgaben zur Umsetzung

Welche Maßnahmen ergriffen werden sollten, um Barrierefreiheit für öffentliche Webseiten umzusetzen finden sich in den Web Accessibility Guidelines 2.1 und der Europäischen Norm EN 301 549:

Web Accessibility Guidelines

Europäische Norm EN 301 549

Zielgruppen

Barrierefreie kommunale Webseiten sind vorteilhaft für Alle: Für Menschen mit Behinderung – Für Webseitenbetreiber – Für Jeden

  • Nutzer mit Seheinschränkungen
  • Blinde Nutzer
  • Nutzer mit motorischen Einschränkungen
  • Nutzer mit Mobilitätseinschränkung
  • Nutzer mit Lerneinschränkungen
  • Nutzer mit kognitiven Einschränkungen
  • Höreingeschränkte und gehörlose Nutzer

Geprüfte und zertifzierte Barrierefreiheit mit iKISS

iKISS-barrierefreie-Websites

Bei der Neugestaltung Ihres Internetauftrittes arbeiten wir auf Basis neuester Technologien. Bereits seit 2006 wird dabei die Barrierefreiheit (BITV) jederzeit in der jeweils aktuellen Version vollumfänglich berücksichtigt.

Alle Ausgaben basieren auf barrierefreien Templates. Darüber hinaus wird in unseren Schulungen auf die redaktionellen Pfichten zur Umsetzung der Barrierefreiheit hingewiesen und Tipps für die Realisierung vermittelt. iKISS bietet in der redaktionellen Arbeit standardmäßig entsprechende Unterstützung, zum Beispiel bei der Auszeichnung von Abkürzungen.

Zusätzliche Möglichkeiten wie "Leichte Sprache", "Gebärdensprache", ein Wörterbuch als Zusatzmodul oder die Einbindung der Assistenzsoftware Eye-Able® eröffnen weitere Optionen, eine barrierefreie kommunale Website aufzubauen.

Modellregion Ostholstein

Der Kreis Ostholstein und das Projekt ‚BIK für Alle‘ testen in Kooperation, wie barrierefreies Internet in Kommunen aussehen und umgesetzt werden kann. ‚BIK für Alle‘ hat sich zur Aufgabe gemacht, für barriefreies Internet Bewusstsein zu schaffen und Standards voranzubringen und wurde dafür vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert.

Stadt Bad Oldesloe

Die Website der Stadt Bad Oldesloe setzt ebenfalls auf iKISS als Content Management System für barrierefreie kommunale Webseiten. Bad Oldesloe hat den freiwilligen BITV-Test bereits 2018 mit 93 von 100 Punkten bestanden und gilt damit als gut zugänglich.

Leichte Sprache

Die Kreisstadt Dietzenbach im hessischen Landkreis Offenbach verlinkt gleich im Kopfbereich ihrer Startseite auf die besonderen Inhalte nach den Kriterien von "Leichte Sprache" sowie auf Inhalte in "Gebärdensprache". Sie erfüllt damit zwei wesentliche Kriterien des Maßnahmenkatalogs für barrierefreie/barrierearme kommunale Websites.


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